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Das Stillfrieder Gräberfeld "In der Gans" (Much'sches Gräberfeld) (Projekt Nr.14)

1879 wurde von Matthäus Much, dem Entdecker der Stillfrieder Wallanlage, das zur Anlage gehörige Gräberfeld auf der Flur "In der Gans" geborgen. Über die Umstände der Auffindung und Bergung ist nur wenig bekannt, schriftliche Aufzeichnungen von Much selbst fehlen. Die Fundstücke gelangten zuerst in Muchs Privatsammlung und wurden 1912 vom Institut für Ur- und Frühgeschichte angekauft.
Unter den zahlreichen Keramikobjekten (Kegelhalsgefäße, Tassen, Miniaturgefäße und einige Fremd- bzw. Sonderformen) ist sicherlich ein Miniaturgefäß, welches als Saugfläschchen interpretiert wird, hervorzuheben. Das schönste Stück stellt die Stillfrieder Tasse dar, die namengebende Bronzetasse der Stufe Ha B3/C1. Unter den Metallobjekten befinden sich weiters Nadeln, Messer, Teile vom Pferdezaum, Riemenbeschläge, sowie Pfeilspitzen. Auch Schleifsteine und ein Silexabschlag dienten als Grabbeigaben. Die Fundstücke des Gräberfeldes datieren in die Urnenfelderkultur.

M. Strohschneider, Das Späturnenfelderzeitliche Gräberfeld von Stillfried. Forschungen in Stillfried, Band 2, 1976.

Datierung

Gesamt

<>

Keramik

Metall

Stein

ohne Datierung

1

 

 

1

 

Urnenfelderzeit

187

1

139

41

6

Urnenfelderzeit:jüngere Urnenfelderzeit=HaB

18

 

18

 

 

Kontakt:

Studiensammlung
des Instituts für
Urgeschichte und
Historische Archäologie,

3. Stock

Franz-Klein-Gasse 1
A-1190 Wien

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