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Gelehrte Objekte

Im Rahmen der Präsentationsveranstaltung "Gelehrte Objekte" der kulturhistorischen Sammlungen der Universität Wien sprachen neben anderen Vortragenden Ass. Prof. Mag. Dr. A. Stuppner und Mag. V. Reiter über die Geschichte und Forschungsansätze des Bestandes der Studiensammlung. Die von der VHS und der Uni Wien organisierte Veranstaltung fand vor einem interessiertem Publikum in der Wiener Urania statt.

Lehrmaterial für das SS2012

Im Sommersemester 2012 wurden die Lehrveranstaltungen "Zeichenübung Steingeräte" von Fr. Dr. W. Antl und "Artefaktmorphologie. Bestimmungsübung zu Paläo- und Mesolithischen Steingeräten" von Fr. Mag. I. Ott mit Objekten aus dem Bestand der Studiensammlung ausgestattet. Rund 12500 Objekte aus geschlagenem Stein werden in der Sammlung beherbergt.  Sie stammen größtenteils aus Österreich, Israel, Ägypten, Deutschland, Dänemark und Frankreich. 

Für die Übungen, in deren Rahmen die Studierenden in direkten Kontakt mit den archäologischen Steingeräten treten, sind besonders Artefakte geeignet, die gut erkennbar typische Schlagmerkmale tragen. Daran kann der Blick fürs Detail geübt, gezeichnet und beschrieben werden.

Aus dem großen Kontingent müssen die passenden Steingeräte ausgewählt und immer wieder an die steigenden Studentenzahlen angepasst werden. Besonders beliebt sind die Bestände dem jungpaläolithischen Fundwort Willendorf (Abb.1) und die neolithischen Klingen aus nordischen Flint Dänemarks (Abb.2). Dieses Semester zum erstenmal werden Steinartefakte aus Bayern (Abb.3) angeboten, die im Rahmen der Aufnahme des Projektes wiederentdeckt wurden und sich dafür besonders gut eignen.

Ein interessanter Zugang aus Zaingrub/Waldviertel (rund 1200 Stück) ist eben für die Inventarisierung in Vorbereitung: vornehmlich Schlagabfall einer vermutlich mittelneolithischen Siedlung (Datierung aufgrund von Begleitfunden aus Keramik und geschliffene Steingeräte), dessen Rohmaterial aus lokal anstehendem Material besteht und auch aus dem "Plateaulehmpaläolithikum" bekannt ist. 

Für die Versorgung mit Übungsmaterial nach Ablauf des Digitalisierungsprojektes wird nun ein Handapparat von rund 350 Stücken zusammengestellt.

Abb.1: junpaläolithischer Bohrer aus Willendorf/Wachau (13409, Foto. G. Gattinger).

Abb.2: Klinge aus nordischem Flint, Dänemark (2589, Foto G. Gattinger).

Abb.3: Silexknolle mit Entrindungsspuren aus Pittersberg/Oberpfalz (27812, Foto B. Schier).
Kontakt:

Studiensammlung
des Instituts für
Urgeschichte und
Historische Archäologie,

3. Stock

Franz-Klein-Gasse 1
A-1190 Wien

E-Mail
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