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Wissenschaftliche Arbeiten

Seit Beginn des Digitalisierungsprojektes wird archäologisches Fundmaterial der Studiensammlung vermehrt in wissenschaftliche Arbeiten eingebunden. Damit hat dieses Projekt eines seiner wichtigsten Ziele, nämlich den Bestand zugänglich zu machen und aus dem Dornröschenschlaf zu wecken, erreicht. Wissenschaftliche Arbeiten können im Rahmen von Proseminararbeiten, Bachelorseminaren, Diplom-/Magisterarbeiten oder Dissertationen entstehen. In Erstgenannten gilt es vor allem am Objekt das wissenschaftliche Handwerk des Archäologen zu erlernen. Die Sammlung wurde genau für diesen Zweck 1899 gegründet: dem Studierenden archäologisches Fundmaterial nahe zu bringen, (an-)fassbar zu machen. Obwohl sehr viele Objekte schon im 20. Jhdt. publiziert wurden, gibt es noch einen erheblichen, relativ unbekannten Anteil, der sehr wohl seine Aufmerksamkeit verdient. Neuzugänge im ursprünglich weniger berücksichtigen mittelalter-neuzeitlichen Bestand bieten hier ein weitreichendes Forschungsfeld. 

Folgende Arbeiten wurden abgeschlossen:

M. Bachner, Die Keramik der Seeuferstation See/Mondsee. Sammlung Much, Institut für Ur- und Frühgeschichte Wien (Wien: unpubl. Diss. 2002).

H. Baethge,  Eine frühbronzezeitliche Schaftröhrenaxt des Typus Křtěnov aus dem Bestand der Studiensammlung des Institutes für Ur- und Frühgeschichte der Universität Wien (Wien: unpubl. Proseminararb. 2009).

G. Bajc, Messer und Gabeln von der Ruine Alt-Scharnstein. Gemeinde Scharnstein Oberösterreich  (Wien: unpubl. Proseminararb. 2005).

S. Ekrem, Hochmittelalterliche Oberflächenfunde vom Burgstall Harchheim, Oberösterreich  (Wien:  Proseminararb. 2008).

B. Fettinger, Tabaktonpfeifen von der Ruine Alt-Scharnstein  (Wien: unpubl. Proseminararb. 2001).

C. Frank, Kupfer der Mondseegruppe – Die Metallfunde der Mondseegruppe aus Wien und Überlegungen zur Frage nach der Herkunft des Kupfers, unpubl. Magisterarbeit, Universität Tübingen (Tübingen 2010).

S. Grasböck, Hallstattzeitliche Bronzepickel. Zur Herstellungsqualität der Gezähe anhand metallurgischer und experimentalarchäologischer Untersuchungen. Ein Vergleich des Bruchverhaltens originaler und nachgegossener Fundobjekte (Wien: unpubl. Proseminararb. 2009).

H. Gruber, Die Bronzen aus der Sammlung Karl Moßler (Wien: unpubl. Proseminararb. 1995).

M. Guellil /G. Morschhauser, Oberflächenfunde aus Nikitsch (Burgenland). Die Sammlung Zichy (Wien: unpubl. Bachelorarb. 2010).

A. Hobiger/I. Vondracek-Kofler, Die Keramik der neolithischen Siedlung am Gemeindeberg, Wien (Wien: unpubl. Proseminararb. 2009).

N. Hofer, Die vollständig erhaltenen und zu Ganzformen ergänzten keramischen Objekte aus der Sammlung Moßler (Wien: unpubl. Proseminararbeit 1995).

J. Klammer, Mittelalterliches Reit- und Pferdezubehör. Eine Arbeit über eine Auswahl metallischer Einzelfunde, innerhalb eines Themenkontextes, aus Österreich  (Wien: Proseminararb. 2008).

M. Klaunzer, Studien zum spätbronzezeitlichen Bergbau auf der Kelchalm und Bachalm Bezirk Kitzbühel, Nordtirol (Innsbruck: Diplomarb. 2008).

G. Lantschik, Funde aus Mannersdorf/Rochuskapelle aus der Sammlung Much (Wien: unpubl. Bachelorarb. 2011).

M. Mayrhofer, Die Iberischen Funde aus der Studiensammlung des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Universität Wien (Wien: unpubl. Proseminararb. 2011).

Chr. Neureiter, Vorlage von Fundmaterial aus dem Gebiet der Wüstung Gang (Wien: unpubl. Proseminararb. 2004).

A. Pleyer, Die Sammlung E. Hanko (Wien: unpubl. Proseminararb. 2000).

V. Reiter, Die Steinbeile vom Mondsee/Station See (OÖ) aus der Sammlung Matthäus Much (Wien: Diplomarb. 2011).

H. Sassmann, Die westgotenzeitlichen Funde von Castiltierra der Sammlung Moßler aus der Studiensammlung des Instituts für Ur. und Frühgeschichte der Universität Wien (Wien: unpubl. Proseminararb. 2009).

L. Schwarz, Zur Entwicklung der frühen Breitsaxe. Eine Fallstudie anhand zweier Saxe aus dem bajuwarischen Gräberfeld von Bergheim/ Salzburg (Wien: unpubl. Proseminararb. 2012).

R. I. Waglechner, Materialien aus der Studiensammlung des Institutes für Ur- und Frühgeschichte der Universität Wien  (Wien: unpubl. Bachelorarb. 2011).

E. Weber, Die Kleinfunde der Burgruine Waxenegg (Wien: unpubl. Proseminararb. 2010).

In Arbeit befinden sich:

G. Preßmair, Die Metallfunde aus Seebarn der Sammlung Schön (Diplomarbeit).

I. Greußing, Die frühgeschichtlichen Gräberfelder Salzburgs (Dissertation).

G. Schwarz, Alt- und mittelpaläolithische Steingeräte aus Et Tabun, Mount Carmel, Israel, Grabung D. Garrod (Dissertation).

 

 

Inventarisierung Sammlung Schön und Sammlung Kreitner

Für dieses Jahr ist der Abschluß der Inventarisierung von zwei großen Sammlungen geplant.

Die Sammlung Schön, die als Geschenk 1993 übernommen wurde, umschließt größtenteils römisch-kaiserzeitliche Keramikfundobjekte von schätzungsweise 5000 Stück.

Die Sammlung Kreitner, 2008 angekauft, besteht vornehmlich aus mittelalterliche bzw. neuzeitliche Metallfunden. Sie soll ebenfalls fertig aufgenommen werden. Für den Fundort Niederkraig ist das bereits geschehen, womit diese Objekte mehrfach für Lehrveranstaltungen angeboten wurde. Die restlichen etwa 1500 Stück sollen jetzt folgen.

Kontakt:

Studiensammlung
des Instituts für
Urgeschichte und
Historische Archäologie,

3. Stock

Franz-Klein-Gasse 1
A-1190 Wien

E-Mail
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