Logo der Universität Wien

UNESCO Weltkulturerbe

Mit Ende 2009 wird der Antrag auf das Weltkulturerbe der steinzeitlichen Pfahlbauten rund um die Alpen eingereicht. Federführend ist die Schweiz, mit dabei sind weiters Deutschland, Österreich, Slowenien, Italien, Frankreich. Mit der Koordination wurde der Verein Palafittes betraut. Herrausragend sind die organischen Funde aus den Siedlungen zu Ötzis Zeit, die durch den Luftabschluß unter Wasser oder im feuchten Milieu 5000 Jahre erhalten geblieben sind. Obst, Getreide, Essensreste, Schnüre, Hölzer von Baukonstruktionen und Werkzeugen sind bis heute konserviert. Als UNESCO Weltkulturerbe sollen diese wertvollen Hinterlassenschaften ins Bewußtsein der Öffentlichkeit gerückt werden und den internationalen Erfahrungsaustausch zum Schutz unterstützen. Im Vorfeld entstand eine 104seitige, reichbebilderte Informationsbroschüre, die einen Überblock über die bekannten Pfahlbausiedlungen, Forschungsmethodik, archäologisches Fundmaterial uvm. bietet.

Ein Herzstück der Studiensammlung stellen die Funde der Pfahlbausiedlung Mondsee dar. Sie wurden in den 1880er Jahren vom Entdecker Matthäus Much geborgen. Die 1927 publizierten Funden wurden im Rahmen des Erschließungprojektes digital erfaßt.  Die Objekte werden laufend wissenschaftlich untersucht und bei Ausstellung gezeigt, zuletzt bei der Oberösterreichischen Landesausstellung in Traunstein 2008.


1981 fand die Oberösterreichische Landesausstellung in der damals neugegründeten Abteilung "Pfahlbau" im Mondsee Museum statt. Dort werden die Funde der Pfahlbausiedlungen der Mondsee Gruppe der Untersuchungen in den 1970er unter der Leitung des Museumsdirektors Walter Kunze und der folgenden Untersuchungen der Bundesdenkmalamtes unter der Leitung von Johann Offenberger ausgestellt. Einige organische Highlights aus dem Bestand der Studiensammlung ergänzen diese Ausstellung. Dazu zählen verkohlte Äpfel, eine Birne, der Kern einer Kornellkirsche, Bucheckern und Eichelschalen, verkohltes Getreide, Gräser und ein Baumschwamm.  Weiters sind Schnurreste und erhaltene Exkremente von Ziege oder Schaf zu erwähnen.  

Kontakt:

Studiensammlung
des Instituts für
Urgeschichte und
Historische Archäologie,

3. Stock

Franz-Klein-Gasse 1
A-1190 Wien

E-Mail
Universität Wien | Universitätsring 1 | 1010 Wien | T +43-1-4277-0